DIAGNOSE COPD
COPD-Selbsthilfegruppe Mönchengladbach
Die Diagnose erfolgt beim Lungenfacharzt
Die Diagnose einer COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) erfolgt primär durch einen schmerzfreien Lungenfunktionstest, die sogenannte Spirometrie, beim Pneumologen.
Typische Symptome wie chronischer Auswurf, Husten und Atemnot (AHA-Symptome) sowie eine Raucheranamnese führen zu weiteren Untersuchungen wie Röntgen des Thorax.
Der Lungefacharzt stellt bei der Spirometrie u.a. den FEV1-Wert fest und kann daraus COPD und oft auch Lungenemphysem diagnoszieren. COPD Patienten sollten zwei mal jährlich einen Pneumologen aufsuchen.
Wichtige Schritte:
- Spirometrie (kleiner Lungenfunktionstest): Sie misst Atemwegs-widerstände und -volumina. Eine Verengung der Atemwege, die nach Inhalation eines Medikaments nicht reversibel ist, sichert die Diagnose.
- Ganzkörperplethysmografie (großer Lungenfunktionstest): Wird oft vom Pneumologen zur genauen Bestimmung von Lungenüberblähung durchgeführt
- AHA-Symptome: Auswurf, Husten und Atemnot sind die klassischen Anzeichen.
- GOLD-Stadien: Basierend auf den Lungenfunktionswerten wird die COPD in vier Schweregrade (GOLD 1 bis 4) eingeteilt.
- Differenzialdiagnose: Es ist wichtig, COPD von Asthma bronchiale zu unterscheiden, da die Lungenfunktion bei COPD im Gegensatz zu Asthma nicht vollständig reversibel ist.
Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend, um den Krankheitsverlauf durch Maßnahmen wie Rauchstopp und angepasste Therapie zu verlangsamen.
FEV1 (Einsekundenkapazität)
Als FEV1 (engl. Forced Expiratory Volume in 1 Second) wird die Einsekundenkapazität bezeichnet, also die größtmögliche Menge an Luft, die Sie innerhalb von 1 Sekunde forciert ausatmen können.
